Russendisko

Oh Mann, ich werde wohl nie wieder Hähme über den Hang zum Karneval oder Fasching unserer Mit-Deutschen hier im Westen und Süden Deutschlands verbreiten dürfen.

Wörth am Rhein. Wörth am Rhein bei Karlsruhe. Ein Nest im Prinzip zur Pfalz gehörig. Mittendrin eine Stadthalle mit dem beschaulichen Namen Bienwaldhalle. Was soll man hier schon zu erwarten haben?

Ganz einfach: Fasching! Abba richtich! (wuih)! So mit Schneewittchen, Krankenschwestern, Polizistinnen, OP-Helferinnen, Prinzessinnen, Psychomörderinnen, quasi alles bis auf eine Zunft: Die Stewardess. Stattdessen gab es dann so Getränke wie Jägermonster, Hafenmeisterschlampe, Hols-der-Henker-was-noch und Koppschmerzdirsicher. Okay, die meisten denken bei Fasching an diese illustren Ta-taaaaaa Veranstaltungen, die zur Karnevalszeit über unsere öffentlich-rechtlichen Flimmerkästen rechtlich öffentlich kastenflimmern (grrrrnn). Natürlich habe ich noch immer eine Abneigung gegen diese Art der Karnevalsprozession. Trotzdem gibt es anscheinend Varianten der Schmutziger Donnerstag Feiern, die um einiges moderner und sehr viel frischer auftreten. So auch in der Bienwaldhalle zu Wörth. Wööörth am Rhein. Ich meine, wenn eine Band alles von Nena bis Rammstein spielt... wie geil ist das denn?! "Haupdsach: Volgschfeschd."

Geil, bzw. zumindest ordentlich ausgewählt bezüglich der vital statistics sollten Stewardessen sein... ähm ich meine cabin attendants. Eine Vertreterin dieser oftmals liebreizenden Gattung war auf der Faschingsparty der russischen community zu finden. Der <strike>Georgier</strike>Peruaner war mit dabei, auch das Vampirchen (soso), die Schneekönigin (ah) und die Prinzessin (natürlich). Wer am Ende den Kostümwettbewerb gewonnen hatte, ist ja wohl klar. (Merker: Ticket nach Kiev bei Aeroflot buchen, kaaljinka, kaaljinka...)

Wo wir schon beim Thema sind: Mich beschleicht das Gefühl, dass cabin attendants in den letzten Jahren immer tiefer fliegen. Ich meine nicht geistig, sondern eher à la "hier muss irgendwo ein Nest sein"... Also, in meinem Bekanntenkreis habe ich zwei professionelle Vielfliegerinnen und seitdem ich in Karlsruhe bin, sind mir zwei davon bei nächtlichen Umzügen begegnet und überhaupt sind an Bord jedes Flugzeuges, das ich in den letzten zwei Jahren betreten habe, mindestens drei von denen gewesen (hihi). Macht also 2 plus 2 plus 21 mal 3, naja insgesamt so etwa 67 (huih).

Ohne angeben zu wollen, aber ich wette, dass mein CO2 Fußabdruck der letzten zwei Jahre auf die stattliche Größe eines Dutzend lebenslanger Autofahrer angewachsen ist (harhar). Nicht schlecht für jemanden ohne Führerschein, wa? Da kann man schon mal zwei Jahre ohne Internet verkraften, wa? Jedenfalls bekomme ich seit den jüngsten Debatten über die CO2 Problematik immer ein schlechtes Gewissen wenn ich im Geiste meine nächsten Flüge plane (buh). Vielleicht kommt ja demnächst das drei-liter Flugzeug? Vielleicht fällt bei mir zu Weihnachten auch ein rot-weißer Alien mit dickem Sack durch den Lichtschacht. Man kann ja nie wissen.  

Wissentlich ist es ja so eine Sache mit dem Heldentum (miese Überleitung). Aber hin und wieder muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss: nämlich ein Held sein. So auch ich. Nicht so wichtig, aber wer das Video (hehe) kennt, der weiß, was gemeint ist. Stichwort: Sepultura. Und manchmal, ja manchmal ist Fahrlässigkeit auch eine Tugend. Stichwort: Haarspraykanone im Format "Dicke Berta" (barumms). Das gab auf jeden Fall dicke Respektpunkte und manch einer hat jetzt sogar Angst vor mir (ha).

Und in der nächsten Folge von artsweier am Rande des KAhnsinns: Sepultura! Rock long, rock hard, rock well, but rock man!