Bonjour Tristesse (Arbeitstitel)
Geschrieben von: Marco
Samstag, den 25. Februar 2006 um 00:42 Uhr
Endlose, ewige Langeweile. Wort für Wort, Seite für Seite, Spezifikation für Spezifikation, ewig, endlos langweilig. Vereinzelt Lichtblicke:
- Dilbert Comics
- Erinnerungen an sie: Die eine Stadt, die Stadt des Lichts und der Dunkelheit, die Stadt der Lebenden, die Stadt mit dem Buchhandlungen in zentraler Touristenlage, wo ein Bildband wie German Bears offen zu erwerben ist.
- Berlin - eine Erinnerung, die ähnlich einer Jugendliebe eine Ewigkeit her zu sein scheint. Was bleibt ist der flüchtige Eindruck dunkler Kinosäale, gefüllt mit "abgefuckten Typen" und der Schwere japanischer Sprichworte. Womit sollte man den Raum sonst füllen, wenn die Handlung in 2D ist, aber der Sinn erst noch Entfaltung finden muss? Große Worte in grellen verwaschenen Hiragana. Überbleibsel einer Welt von Schwarz und Weiß, die wie Origami in bunten Rahmen und glitzernden Schaukästen wirken.
- Berlin - eine Welle von Aggression überkommt mich. Ja, ich bin zurück! Ja, ich liebe deine U-Bahn. Das sind die alten Tage ... die bösen Tage. Wenn ich jemals heraus finde, warum ich dieses Ghetto so idealisiere, es zu meiner Geliebten erkläre, deren Anblick mein Herz in Unruhe versetzt, ist dies der Tag, an dem ich sterbe. Nichts ist so trügerisch bei ihr, wie das Gefühl, dass dem nächsten Schritt auch ein weiterer folgen wird.
"Berlin, Berlin, Berlin, Du bist aller Städte Queen." Niemand geringerer als Nina Hagen hat es mal auf den Punkt gebracht. Und noch viel mehr: Allein schon der Gedanke an eine leicht manische Hagen, die Berlin mit ihrem Ausspruch huldigt, lässt die Tristesse für einige wenige Augenblicke verfliegen. (Bemerke: Dreifache Wiederholung des Subjekts! Bedenke: Nina Hagen!). Wer Nina Hagen nicht kennt, dem soll gesagt sein, dass sie ungefähr dem Ergebnis einer DDR-stämmigen Madonna (ja, schon wieder, die) ohne den
Kabballa-Kram entspricht. Ich gehe hier einfach von dem Umstand aus, dass Kabballa als Manie-Ventil funktioniert.
Tristesse - áy. Mehr, mehr, mehr Begriffe, mehr Seiten, mehr Spezifikationen, mehr, mehr, mehr. Endlosigkeit ist eine subjektive Wahrnehmung. Leider verhält es sich mit der Ewigkeit ein wenig anders. Während ein Sterblicher durchaus Endlosigkeit empfinden kann, disqualifiziert er sich durch sein sterblich Sein für die Ewigkeit. Auch ich komme von der Ewigkeit ab, da mein Hirn endlose Informationen leider nicht ewig aufnehmen kann.
Der Punkt ohne Wiederkehr im Wandel der subjektiven Dramatisierung. Je mehr Konsequenzen ein Entscheidung/Handlung mit sich bringt, desto stärker ist die Wahrnehmung des Punktes ohne Wiederkehr. Doch wie sieht es mit dem Betrunkenen aus, der sich entscheidet weiter zu trinken? Bemerkt er den Punkt, an dem die Logik aufgegeben hat? Bemerkt er das Quäntchen Alkohol zu viel, dass den Kater auslöst?
Es ist vorbei, der Punkt ohne Wiederkehr war da, als ich ohne Reue anfing die dritte Spezifikation zu lesen. Ich war Reif für den Kater. *puff*
Heavy information overflow. Remedial measure: Wait... just wait, write some private email.
Genug gewartet: *
Reboot* Mehr Information, mehr Input, mehr, mehr. Haben will dem Input. Und ausserdem heissen alle Kollegen sowieso Herbert. Zumindest für die eine Stunde, in der ich jeden Satz mit dem Wort Alder beende.
Es wird Zeit für Code. Eine Menge Code. Einen ganzen Haufen Code. Code aus Spezifikationen. Code aus meinem Hirn. Code aus dem weiten Raum meines unendlich, endlosen, ewig durch private Emails fragmentierten Hirns. (Hoffentlich liest Herbert das nicht.)
Adieu Tristesse! Bonjour plan capital!Und in der nächsten
fucking Folge von B/ka: Artsweier!
What the fuck is Artsweier and who gives a fuck anyway? Stay tuned and don't fuck around with fucking guns!