Schatten der Vergangenheit
Geschrieben von: Marco
Freitag, den 20. Januar 2006 um 00:42 Uhr
Die drei großen Fragen der Menschheit: Woher komme ich? Wer bin ich? Wo gehe ich hin?
Nun, manch einen bewegen diese Fragen gar nicht. Ich gehöre zu denen, die vielmehr andere Fragen stellen. Mehr noch. Ich würde all diese drei Fragen zusammenfassen zu einer: Warum bin ich ein anderer geworden, als ich es mal war? Menschen, die mich kennen, würden wohl sagen, dass ich hier nur Humbug verzapfe. Aber mal ehrlich: Wenn man ein bestimmtes Gefühl hat, wie sehr können einen andere davon abbringen? Im Grunde genommen bleiben diese merkwürdigen Gefühle trotzdem. Darum: Ich bin ein anderer, ich war ein anderer und ich werde ein anderer sein! Aber ist das nicht eigentlich nur ein anderer
flavour der drei großen Fragen der Menschheit?
Vielleicht nicht. Bedenke ich, dass ich in periodischen Intervallen dazu neige mich selbst zu erfinden, heisst die Antwort nein. Es ist meine Natur jemand anderer zu sein als ich mal war. Sogar zukünftig. (Hochinteressant: Ein Widerspruch drei Sätze voraus.) Neuerfinden, verwerfen, neuerfinden. Es wäre geradezu langweilig, wenn die Worte nicht gleichbedeutend mit Veränderung wären. Aber wenn meine Natur ist, mich periodisch neu zu erfinden, es schon immer war und es immer sein wird, dann bin ich ... kein anderer! Ich war niemals ein anderer und werde nie ein anderer sein. Traurig.
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Nach zwei Absätzen weiß ich nicht mehr als vorher. Nach zwei Absätzen stehe ich wieder am Anfang. Na, wenigstens nur zwei Absätze - hätte schlimmer sein können.
Was mich aber noch mehr wurmt: Ist mein Hang zum Neuerfinden eine Art Madonna-Fantum? Ja, Madonna, verdammt! Genau, die Sängerin. Die, die schon irgendwie alt ist. Die, die ... wie auch immer. Sie ist toll, einfach krass, wie sie sich ständig neuerfindet! Mein Güte. Madonna ist genauso widersprüchlich wie ich. Poah!
Habt Ihr es geschnallt?
Ich bin wie Madonna. Wer kann das schon von sich behaupten? Nicht einmal ... ach lassen wir das, kein Bock auf Ärger. Ein Leben im Widerspruch. Irgendwie merkwürdig. Wenigstens nicht ist das nicht traurig.
Und so bin ich wieder irgendwie am Anfang. Nachdem ich Papst gewesen war, wurde ich eine Gas-Pipeline. Und jetzt... jetzt bin ich Madonna! Hah! Macht mir das erst mal nach! Aber: Leg' Dich mit dem besten an und Du stirbst wie alle dann!
FKB Check in - Dickes B ich komme!